KZ - Außenlager in Düsseldorf Konzentrationslager in Düsseldorf?

Erst seit Ende der 1980er Jahre begann man, sich in Düsseldorf mit dem Thema KZ-Außenlager zu beschäftigen. Dabei stellte sich heraus, dass es im heutigen Stadtgebiet fünf solcher Lager gegeben hatte. Diese Lager straften der häufigen Aussage, von Konzentrationslagern nichts gewusst zu haben, Lüge. Befanden sich die großen Konzentrationslager wie Bergen-Belsen, Dachau oder Buchenwald außerhalb kleinerer Orte, kamen mit den KZ-Außenlagern und Außenkommandos nun KZ-Häftlinge direkt in die Großstädte. Mit ihren gestreiften Häftlingsanzügen waren sie im Straßenbild klar erkennbar.

In Düsseldorf bestanden zwischen Oktober 1942 und März 1945 mehrere Außenlager und Außenkommandos: Das Außenlager Stoffeln (2. Oktober 1942 bis Februar 1943), das Außenkommando Sprengkommando Friedrichstadt-Kalkum (28. Mai 1943 bis März 1945), die Außenlager Berta I + II (1. November 1943 bis 9. März 1945) und das Außenkommando DESt (12. April 1944 bis 9. März 1945). Die Aufgaben der Häftlinge waren unterschiedlich. Unter Bewachung räumten sie Schutt von den Straßen und aus den Ruinen, arbeiteten bei der Bombenräumung und -entschärfung mit und wurden in der Rüstungsindustrie eingesetzt. Bewacht wurden sie nicht nur von fanatischen SS-Männern, sondern auch von Polizisten und SHD-Männern, dem Sicherheitshilfsdienst aus älteren nicht mehr frontverwendungsfähigen Männern. Diese Männer waren Düsseldorfer und sie lebten in der Stadt.